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BRANDENBURG

EU

Schwedt hat Energie

Wo raffinierte Lösungen neue Wege aufzeigen

 

„Proszę się rozejrzeć“ (Prosche schje rosejschtsch), - „Schauen Sie sich ruhig um“. Die freundliche Begrüßung auf einem Kartenspiel mit „Kauderwelsch“ – Gastgeschenk für Kunden aus Polen und Tschechien – ist beispielhaft für die geschäftstüchtige Offenheit von Schwedt/Oder. Peter Schauer, der umtriebige Bürgermeister, erzählt nicht ohne Stolz, dass die Stadt einen Preis beim Wettbewerb des Deutschen Seminars für Städtebau und Wirtschaft gewonnen hat. Die zahlreichen Kontakte zu den osteuropäischen Nachbarn haben Tradition. Als das „alte Europa“ die EU-Neulinge begrüßte, da hatten die Schwedter längst zahlreiche berufliche und private Kontakte geknüpft.

 

Brücken bauen ist den Schwedtern ins Stammbuch geschrieben. Schließlich entstand die Stadt am einzigen Oderübergang zwischen Stettin und Oderberg. 1265 wurde sie erstmals urkundlich als Stadt erwähnt.

 

In den 1960-er Jahren wurde die 8000-Seelen-Gemeinde zum Standort der Petrolchemie und Papierindustrie ausgebaut und wuchs rasch auf 52.000 Einwohner. Heute hat Schwedt/Oder nur noch 38.000 Einwohner. Die Stadt verordnete sich deshalb ein kleines Lifting. Frei nach dem Motto „Platte zu Stadtvillen“ setzt man auf Klasse statt Masse. Ende 2005 werden etwa 5000 Wohneinheiten rückgebaut sein. Dabei wurden Geschosse reduziert oder ganze Scheiben aus den Gebäuden herausgeschnitten, um Stadtvillen zu erzeugen. Bemerkenswert ist auch die neue Uferpromenade an der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Der beliebte Fuß- und Radweg mit Schiffsanlegestellen ist mit Hilfe von 1,075 Mio. Euro EFRE-Mitteln entstanden.

 

Unternehmen wie die LEIPA GmbH und die UPM-Kymmene Papier GmbH & Co. KG machen Schwedt/Oder zu einem der größten deutschen Standorte der Papierindustrie. Die raffinierten Lösungen der Firma LEIPA Logistik wurden mit 669.460 EUR aus EFRE-Mitteln gefördert. Und mit der PCK Raffinerie GmbH beherbergt Schwedt/Oder eine der größten Raffinerien Europas, die jährlich 11 Mio. Tonnen Rohöl mit besten Umweltstandards verarbeitet. Im Aufbau sind Anlagen zur Erzeugung von Bio-Ethanol, Bio-Diesel und von Holz-Pellets als Bio-Brennstoff. Inzwischen kommen 7% der brandenburgischen Exportgüter aus Schwedt/Oder.

 

Auch beim Transport ist Schwedt/Oder Vorreiter. Hier kann man lernen, wie man 90% der Güter auf die Schiene und den Wasserweg bringt. Die Gleisanschlüsse wurden ausgebaut: Täglich verlassen 1000 Kesselwagen die Stadt. Drei Industriegebiete, ein Gewerbegebiet und ein Technologie- und Gründerzentrum mit ausgezeichneter Infrastruktur bieten genug Raum für weitere Investoren.

 

Viel zu bieten hat Schwedt/Oder auch kulturell. . Die Uckermärkischen Bühnen sind eines der bestbesuchten Theater Brandenburgs und führen die Tradition der Theater- und Kulturstadt fort, die Markgraf Friedrich Heinrich vor über 200 Jahren begründete. Lebensqualität pur bietet darüber hinaus der Nationalpark „Unteres Odertal“ mit seiner einzigartigen Auenlandschaft.

 

Genug Argumente für mehr als einen Besuch in der Uckermark und eine Stippvisite über die Oder: „Proszę nas odwiedzić ponownie“ (Prosche nas odwjedschitsch ponownje) – „Kommen Sie bald wieder!“

 










Peter Schauer,
Bürgermeister von Schwedt/Oder

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