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BRANDENBURG

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Brandenburg inspiriert

Wo große Köpfe zusammenstecken

„Ein Gefühl beschleicht dich, als wär alles ein Wunderland oder als läge die Insel der Glücklichen vor dir. ...“

(Theodor Fontane: „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“)

 

Inmitten idyllischer märkischer Landschaften die Füße und Seele baumeln lassen. Das schafft Raum für neue Ideen. Deshalb lassen sich die großen Köpfe ihrer Zeit seit jeher gerne von Brandenburg inspirieren.

 

Das Schloss Neuhardenberg in Brandenburg ist ein solch inspirierender Ort. Zweimal tagte das Bundeskabinett hier, um in der harmonischen Umgebung in Klausur zu gehen. Schon 200 Jahre zuvor war das Schloss Ort einer Klausur. Damals ersann der Reformer Karl August Fürst von Hardenberg jene Ideen, die als Stein/Hardenbergsche Reformen in die Geschichte eingingen und Preußen zum Modell für andere Staaten werden ließen.

 

Hier haben Reformen Tradition. Immer wieder musste sich das Land neu erfinden. Industrialisierung, 2. Weltkrieg und die Wiedervereinigung markierten jeweils tiefe Einschnitte im Leben der Brandenburger. Ein guter Nährboden für neue Ideen. Viele Geistesgrößen ließen sich von Brandenburgs besonderer Aura inspirieren. In Derwitz bei Potsdam hob Otto Lilienthal 1891 ab - zum ersten Flug der Menschheitsgeschichte. Und in seinem Sommerhaus in Caputh fand Albert Einstein nach seinen Ausflügen in die Welt der Quanten wieder die nötige Bodenhaftung.

 

Schon früh lockte die saubere Luft der Mark nicht nur Wanderer sondern auch Astronomen an. 1876 begann auf dem Telegrafenberg in Potsdam der Bau des Astrophysikalischen Observatoriums, das erste seiner Art auf der Welt.

 

Und die Schönheit der Landschaft inspirierte auch Dichter und Denker wie Theodor Fontane und Heinrich von Kleist, aber auch Künstler wie Bettina von Arnim, Bertolt Brecht, Gerhard Hauptmann und Kurt Tucholsky – um nur einige zu nennen.

Auch die zahlreichen Burgen, Schlösser und Klöster zeugen von Brandenburgs großer Geschichte, von Markgraf Albrecht dem Bären bis hin zu Friedrich dem Großen.

 

Viele große Köpfe der Mark Brandenburg strahlten weit über die Region hinaus. Architekten wie Karl-Friedrich Schinkel gaben dem Land ein Gesicht, ebenso die stilbildenden Landschaftsgärtner Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau.

 

Auch in der Gegenwart lassen sich die Brandenburger von ihrer Heimat inspirieren. Der Uckermärker Schauspieler Armin Müller-Stahl eroberte von hier die Filmwelt und Vicco von Bülow alias „Loriot“ bringt die Nation immer wieder zum Lachen. Internationale Top-Athleten haben in Brandenburg das Siegen gelernt: zum Beispiel Boxweltmeister Henri Maske, die mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Kanusport Birgit Fischer oder der 1. FFC Turbine Potsdam, der allein vier Spielerinnen für die siegreiche deutsche WM-Elf stellte.

 

Aber nicht nur die Landschaft inspiriert. Brandenburg ist ein offenes Land - aus Tradition. 1685 erließ Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst von Brandenburg, das Edikt von Potsdam. Mit diesem Edikt lud er die aus Frankreich flüchtenden Hugenotten in seine Territorien ein und öffnete damit Brandenburg für Einwanderer. Das Holländische Viertel in Potsdam zeugt vom Einfluss der holländischen Handwerker, die sich Mitte des 18. Jahrhunderts hier niederließen. Heute sind rund 2,6 Prozent der Bevölkerung in Brandenburg Ausländer. Auch sie tragen einen wichtigen Teil zur Entwicklung des Landes bei.

 

Der Dichter Theodor Fontane entstammte ebenfalls einer alten

Hugenottenfamilie.

 

„Das Beste aber, dem du begegnen wirst, das werden die Menschen sein.“ (Theodor Fontane: „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“)






Die Schriftsteller Heinrich v. Kleist und Theodor Fontane; zwei von vielen großen Köpfen aus Brandenburg

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