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Rathenow macht mobil

Wo Implantate das Leben erleichtern

 

Die Form erinnert eher an einen Kleiderhaken. Doch Pro­dukte wie die „unicondylären Knie-prothesen“ erleichtern vielen Menschen das Leben.

 

Die Firma OHST Medizintechnik AG aus Rathenow ent­wickelt und fertigt solche orthopädischen Gelenke aus Implantatstahl. Außerdem bietet das mittelständische Traditionsunternehmen komplette Dienstleistungen für bereits vorhandene Implantationssysteme und Instrumente an. Ein weiteres großes Plus am Markt ist, dass OHST alles aus einer Hand liefert, von der Neuentwicklung in enger Zusammenarbeit mit Händlern und Anwendern bis zum fertigen, steril verpackten Produkt. Die Palette reicht dabei vom computergesteuerten Präzisionsgerät bis zur auf­wändigen Handarbeit an Gelenkpfannen für Knie oder Hüften. So wurde OHST zum Marktführer in Deutschland. Und auch auf dem internationalen Markt mischt das Unter­nehmen kräftig mit. Nur wenige Wettbewerber aus Öster­reich, der Schweiz und den USA können auf diesem Gebiet mithalten. „Eine oskarreife Leistung“ befanden die Juroren und nominierten OHST 2004 für den „Oskar für den Mittel­stand“.

 

Die Anfänge 1937 in Rathenow waren eher bescheiden. Neun Mitarbeiter auf fünf Hinterhöfen entwickelten zunächst Papierprüfmaschinen. Schon 1985 streckte man die Fühler in Richtung Medizintechnik aus, zog in eine neue Halle und produzierte für die optische Industrie. Erst seit 1992 kon­­zentrierte man sich im Unternehmen vollständig auf den Markt der Medizintechnik und wuchs innerhalb kurzer Zeit auf 95 Mitarbeiter an.

 

Doch mit den Erfolgen stiegen auch die Anforderungen an das Unternehmen. Mit Unterstützung von EFRE-Mitteln und Investitionen von rund 3,6 Millionen Euro wurde deshalb 2001 ein neues Werk gebaut. Im Sommer 2004 beantragten die Medizintechniker zusätzliche EFRE-Mittel, um in eine weitere Werkhalle und neue Technologien zu investieren. Der heutige Firmenleiter Norbert Ohst freut sich über die Unterstützung aus Brüssel:

 

„Die Förderung macht uns die Investition leichter, erlaubt die schnellere Anschaffung noch besserer Maschinen und erhöht so unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

 

Dank der neuen Investitionen von rund 3,8 Millionen Euro will das Unternehmen mittelfristig auf 130 Mitarbeiter anwachsen.










Norbert Ohst,
OHST Medizintechnik AG

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