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Ludwigsfelde brummt

Wo Motoren die Musik machen

 

„Wo kann man sich hinwenden, wenn man ein Bienennest entfernt haben möchte und was kostet das?“ (Anfrage einer Gartenbesitzerin im Online-Gästebuch von Ludwigsfelde)

 

Wir wissen nicht, ob der Frau geholfen werden konnte. Aber die Wahrscheinlichkeit ist groß. Denn Heinrich Scholl, der Bürgermeister von Ludwigsfelde, hat für fast alle Probleme eine Lösung parat. Der Mann ist von Beruf Ingenieur, also ein studierter Problemlöser. Das unterscheidet ihn von manchem Verwaltungsfachmann in der Politik. Selbst für mögliche Schwierigkeiten, die noch keiner moniert, lässt Heinrich Scholl vorsorglich Lösungen erarbeiten. „Vorausschauende Standortpolitik“ nennt er das und ist damit ausgesprochen erfolgreich.

 

Allein die drei größten Unternehmen am Ort, Daimler­Chrysler, MTU und Thyssen Umformtechnik, liefern Be­schäftigung für rund 3.000 Menschen. Hinzu kommen insgesamt ca. 600 kleinere und mittelständische Betriebe, die sich zum Teil in einem der drei großen Gewerbeparks niedergelassen haben.

 

Dabei war Ludwigsfelde der Erfolg nicht in die Wiege gelegt. Erst 1965 hat der Ort das Stadtrecht erhalten. Nach der Wende gingen auch hier erst mal die Lichter aus – trotz der langjährigen Tradition im Automobilbau. Doch zwei wichtige Standortvorteile wurden sinnvoll genutzt. Eine gute Ver­kehrs­anbindung direkt am Berliner Ring und eine hervor­ragend ausgebildete Facharbeiterschaft. Hinzu kam eine engagierte Stadtverwaltung. In Ludwigsfelde versteht man sich als Dienstleister für Bürger und Unternehmen.

 

„Gute Ansiedlungsbedingungen zu schaffen ist nur eine Seite der Medaille. Wir wollen den Unternehmen in Ludwigs­felde dauerhaft gute Existenzbedingungen bieten“, betont Bürgermeister Scholl.

 

Interessierten Unternehmen wird in den Gewerbeparks des­halb weit mehr als nur ein Bauplatz geboten. Ein Beispiel ist die parkartige Anlage des Brandenburgparks mit Seen und Skulpturen. Hier kann eine Firma ebenso gut repräsentieren wie produzieren. 4,1 Millionen Euro EFRE-Mittel flossen zu­dem in den stetigen Ausbau der Verkehrsanbindung, be­son­ders des Knotens von A 10 und B 101. Dadurch wurde der Standort auch für Logistikunternehmen wie Kühne&Nagel und Friedrich Schulz interessant.

 

Der jüngste Ansiedlungserfolg: Der Volkswagen-Konzern wird hier sein „Originalteile Logistik Center“ ansiedeln. Es entsteht ein Prototyp, nach dessen Muster in Zukunft alle Logistikcenter von VW gebaut werden.

 

Inzwischen finden mehr als 10.000 Menschen in Ludwigsfelde Beschäftigung. Und es gibt keine Anzeichen, dass die Erfolgsstory von LU, wie die 25.000 Bewohner ihre Stadt liebevoll nennen, bereits zu Ende geschrieben ist.










Heinrich Scholl,
Bürgermeister von Ludwigsfelde

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